Warum MediaGender???

An dieser Stelle können unsere Beweggründe warum wir MediaGender ins Leben gerufen haben nachgelesen werden!

1. Medienprojekte für Jugendliche erfreuen sich schon seit vielen Jahren einer großen Beliebtheit. Kinder und Jugendliche können in der Interaktion mit anderen Medienprodukte erstellen, die inhaltlich Themenkomplexe aus ihrer eigenen Lebenswelt behandeln. Innerhalb dieser Projekte wird jedoch oft das Geschlecht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht berücksichtigt. Daraus ergeben sich sowohl für Jungen, als auch für Mädchen Nachteile:
Im Laufe der Zeit stellte man fest, dass Mädchen innerhalb dieser gemischtgeschlechtlichen Projekte meist die zweite Geige spielen. Häufig sind die Jungen immer sehr schnell an den technischen Geräten, so dass die Mädchen keinen Freiraum zum Umgang mit der Technik haben. Auch haben Mädchen einen anderen Zugang zu der Technik, die in Medienprojekten eingesetzt wird. Außerdem sind die Themen, für die sich jeweils Mädchen oder Jungen interessieren, sehr unterschiedlich, was die Einigung auf ein gemeinsames Thema erschwert.
In den Praxisprojekten, kann man konkret auf diese Situation eingehen und die Projekte so gestalten, dass es nicht zu einer geschlechtsstereotypen Handlungsweise bei den Mädchen und Jungen kommt.

2. In den Medien werden Mädchen und Frauen nach wie vor stereotyp dargestellt. Gerade für Mädchen gibt es kaum weibliche mediale Figuren, die sich als positive Rollenmodelle eignen. Medienprojekte für Mädchen können hier einen Raum schaffen, in dem die: „Einschränkungen, die durch die engen Stereotypen der Medien entstehen, erfahren und selbstbestimmt erweitert werden.“ (Maya Götz 2002).
Auch Jungen und Männer haben Probleme positive Identifikationsfiguren in audio-visuellen Medien für sich zu entdecken. Nach wie vor herrscht der männliche Held vor: unfehlbar, stark und mutig aber oft reduziert auf körperliche Kraft und Durchsetzungsvermögen.
In unserem Einführungskurs wird es konkrete Beispiele aus dem aktuellen Medien geben, die dies belegen und konkrete Hinweise gegeben, wie man dieses Thema z. B. im Unterricht einbringen kann.

3. Mädchen und Jungen haben unterschiedliche Bildungserfolge und Bildungschancen. Mit dem Einsatz von Medienprojekten in Schule und Jugendhilfe können andere Methoden Einzug in die kulturelle Bildungsarbeit halten, die einen geschlechtsbewussten Umgang in diesem Zusammenhang gewährleisten.

4. Unserer Erfahrung nach besteht ein großer Bedarf und ein großes Interesse an dem Thema „Medienprojekte“ in Schule und Jugendhilfe. Das belegen die vielen Nachfragen nach Kooperationsprojekten in unserer Einrichtung. Mit unserem Projekt MediaGender werden Kooperationsbeziehungen geschaffen, die auf eine längerfristige Zusammenarbeit gwährleisten.

5. Mit unserem Projekt MediaGender bieten wir Informationen über die geschlechtsspezifische Arbeit mit beiden Geschlechtern an und versuchen einen Weg zu finden sowohl mit geschlechtshomogenen, als auch mit gemischtgeschlechtlichen Gruppen geschlechtsbewusst zu arbeiten.


1 Antwort auf “Warum MediaGender???”


  1. 1 auch Medien bekommen Geschlechter « Scheckkarte Als Passion Pingback am 10. November 2008 um 19:32 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.